Der Einzelhandel führt die Investitionen an
Der Einzelhandel dominierte die Kapitalallokation mit 30 % des Investitionsvolumens, gefolgt von Büroimmobilien (25 %) und dem Gastgewerbe (20 %). Dies unterstreicht die sektorale Diversität der Immobilieninvestitionen in Brasilien.

Internationales Kapital spielte weiterhin eine dominierende Rolle und repräsentierte 61 % des Gesamtinvestitionsvolumens. Europäische Investoren waren mit 88 % deutlich überlegen.

Für Paulo Sarmento, Leiter Portugal bei Cushman & Wakefield, bestätigen die Zahlen die Widerstandsfähigkeit des Sektors.

„Die Entwicklung bis 2025 bestätigt, dass sich der portugiesische Immobilienmarkt in einem klar positiven Zyklus befindet. Die Kombination aus Liquidität, Investorenvertrauen, soliden Belegungsgrundlagen und verbesserten Finanzierungsbedingungen hat ein sehr günstiges Investitionsumfeld geschaffen.“

Angebotsengpässe bei Büroflächen
Auf dem Büromarkt in Lissabon verzeichnete man im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang der Flächennachfrage, der hauptsächlich auf die Knappheit hochwertiger Flächen zurückzuführen ist.

Trotzdem blieben die Leerstandsquoten auf einem sehr niedrigen Niveau, während die Spitzenmieten weiter stiegen und in der Toplage des Geschäftsviertels der Hauptstadt einen neuen Rekordwert erreichten.

In Porto verlief die Aktivität moderater, obwohl der Bericht für 2026 Anzeichen einer Erholung prognostiziert, sobald neue, höherwertige Projekte fertiggestellt und auf den Markt gebracht werden.

Resilienter Einzelhandel und Logistik weiterhin eingeschränkt
Der Einzelhandel zeigte sich erneut sehr widerstandsfähig. In den Toplagen der Einzelhandelsbranche in Lissabon und Porto blieb die Flächenverfügbarkeit extrem gering, was zu steigenden Mieten beitrug.

Einkaufszentren verzeichneten weiterhin starke Umsätze und hohe Besucherzahlen, während Fachmarktzentren ihre Position als eines der dynamischsten Formate am Markt festigten und den Großteil des derzeit in Entwicklung befindlichen Neubauangebots konzentrierten.

Im Industrie- und Logistiksektor ging die Flächenaufnahme im Vergleich zum Höchststand von 2024 zurück, doch die Nachfrage überstieg weiterhin das verfügbare Angebot, insbesondere nach modernen, effizienten und ESG-konformen Objekten.

Dieser Mangel an hochwertigen Immobilien setzte die Spitzenmieten weiterhin unter Druck, die sowohl in Lissabon als auch in Porto weiter stiegen.

Studenten- und Seniorenwohnheime gewinnen an Bedeutung.

Die Hotelbranche verzeichnete 2025 eine sehr positive Entwicklung, unterstützt durch das anhaltende Wachstum des Tourismus in Portugal.

Die Brancheneinnahmen stiegen, was auf einen verbesserten RevPAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) und eine hohe Auslastung zurückzuführen ist. Gleichzeitig konzentrierte sich das neue Angebot hauptsächlich auf das Vier- und Fünf-Sterne-Segment und trug so zur Aufwertung des nationalen Tourismusangebots bei.

Die Projektpipeline ist weiterhin stark und sichert das anhaltende Interesse der Investoren an diesem Segment.

Im Wohnsegment besteht bei Studentenwohnheimen weiterhin ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Trotz des Angebots neuer Betten liegt Portugal weiterhin deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, was insbesondere in Lissabon und Porto zu erheblichen Mietsteigerungen geführt hat.

Auch der Markt für Seniorenwohnheime verzeichnet ein Wachstum, allerdings mit einem nach wie vor begrenzten Angebot und einem deutlichen Mangel an modernen Produkten – Faktoren, die Betreiber und private Investoren weiterhin anziehen.

2026: Starke Nachfrage und knappe Objekte
Cushman & Wakefield prognostiziert für 2026 ein weltweit positives Jahr für den portugiesischen Immobilienmarkt. Unterstützt wird dies durch ein günstiges makroökonomisches Umfeld, die Dynamik des Tourismus und solide Belegungsgrundlagen.

Die Unternehmensberatung hebt jedoch hervor, dass die Knappheit an gut gelegenen, nachhaltigen und hochwertigen Objekten weiterhin eine der größten Herausforderungen und gleichzeitig einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Sektors sein wird.

„Der Sektor startet mit sehr soliden Fundamentaldaten ins Jahr 2026: hohe Belegungszahlen, steigende Spitzenmieten und ein Projektportfolio, das die Nachfrage noch nicht decken kann. Dieses Ungleichgewicht wird das Interesse von Nutzern und Investoren weiterhin aufrechterhalten, insbesondere an hochwertigen Objekten und Repositionierungsstrategien“, so Paulo Sarmento abschließend.